WordPress vs. individuelle Website: Was lohnt sich für KMU wirklich?
WordPress, Webflow oder individuelle Lösung: Was passt zu deinem Unternehmen, was kostet es im Alltag und wo lauern versteckte Kosten?
„Reicht nicht einfach WordPress?“ Diese Frage hören wir in fast jedem Erstgespräch. Die ehrliche Antwort lautet: kommt darauf an. WordPress, Baukästen, Webflow und individuell entwickelte Websites haben jeweils einen klaren Einsatzbereich. Dieser Artikel sortiert die Optionen so, dass du für dein Unternehmen eine fundierte Entscheidung treffen kannst.
Stand: November 2025. Wir setzen alle drei Welten in Kundenprojekten ein und nutzen das, was zum Use Case passt, nicht zur eigenen Tool-Vorliebe.
Warum die Frage überhaupt wichtig ist
Die Wahl der Technologie entscheidet nicht über das Design, aber über drei Dinge im Alltag: wie schnell sich Inhalte ändern lassen, wie teuer Hosting und Pflege werden und wie gut die Seite mit deinem Unternehmen mitwachsen kann.
Eine falsche Entscheidung merkst du nicht beim Launch, sondern nach 12 Monaten. Dann fehlen entweder Funktionen, die nicht vorgesehen waren, oder es zahlt sich jeden Monat ein Abo, das niemand mehr nutzt.
WordPress: Stärken und Grenzen
WordPress ist das verbreitetste Content-Management-System weltweit. Der Vorteil liegt im großen Ökosystem aus Themes und Plugins. Für Blogs, Magazine und einfache Unternehmensseiten ist es eine solide Basis.
Die Grenzen kommen, wenn viele Plugins zusammenkommen. Performance, Sicherheit und Updates werden dann zur Daueraufgabe. Wer keine Pflege einplant, hat nach zwei Jahren oft mehr Probleme als Funktionen.
Sinnvoll, wenn: du Inhalte häufig selbst pflegst, einen klassischen Blog brauchst oder bereits ein vertrautes Setup hast.
Baukästen wie Wix, Jimdo, Squarespace
Baukästen sind schnell aufgesetzt und für den Start günstig. Die monatlichen Kosten summieren sich aber: 15 bis 30 € pro Monat sind Standard, oft mit zusätzlichen App-Gebühren. Über drei Jahre liegt das schnell bei 1.000 bis 1.500 €, ohne dass eine eigene, langfristig nutzbare Lösung entsteht.
Die größere Einschränkung: SEO und Performance sind oft mittelmäßig. Wer organisch wachsen will, stößt schnell an Grenzen, die nicht zu umgehen sind.
Sinnvoll, wenn: du eine reine Visitenkarte brauchst und keine ernsthafte Suchmaschinen-Sichtbarkeit aufbauen willst.
Webflow und moderne No-Code-Tools
Webflow steht zwischen Baukasten und individueller Entwicklung. Designer haben mehr Freiheit als bei Wix, ohne klassisches Programmieren. Die Lösung ist gut für Marketing-Sites und Portfolios.
Die monatlichen Kosten sind höher als bei klassischem Hosting (ab ca. 25 € pro Monat) und für komplexe Funktionen oder Shops braucht es Workarounds. Editoren-Pflege durch das Team ist möglich, aber gewöhnungsbedürftig.
Sinnvoll, wenn: du eine designgetriebene Marketing-Site willst, ohne den vollen Aufwand individueller Entwicklung.
Individuell entwickelte Website
Individuell entwickelte Websites (z. B. mit React, Next.js oder modernen Headless-Stacks) sind beim Initialaufwand höher, dafür langfristig schlanker. Keine Plugin-Lizenzen, keine Update-Kaskade, klar definierte Funktionen statt überladene Suiten.
Performance, SEO und Sicherheit lassen sich sauber kontrollieren. Eine moderne, individuell gebaute Seite lädt mobil unter 2 Sekunden und hat keine Plugin-Sicherheitslücken.
Sinnvoll, wenn: dir Geschwindigkeit, langfristige Pflegekosten und die genaue Passung zum Unternehmen wichtig sind.
Echte Kosten im Vergleich
Hier ein realistischer 3-Jahres-Blick für eine kleine Unternehmenswebsite (5 bis 8 Seiten, Kontaktformular, Newsletter, gepflegt):
Der reine Anschaffungspreis sagt wenig. Entscheidend ist die Summe aus Initial, Hosting, Updates und der Zeit, die du selbst investierst.
- Baukasten: 500 € Initial + ca. 1.000 € Monatsgebühren = rund 1.500 €
- WordPress mit Theme: 1.500 bis 3.000 € Initial + 30 € Hosting/Mo + 600 €/Jahr Pflege = rund 4.000 €
- Webflow mit Designer: 4.000 € Initial + 30 € pro Monat = rund 5.000 €
- Individuell entwickelt (Systra Starter): 3.900 € Initial + 10 € Hosting/Mo + optionale Pflege = ab rund 4.300 €
Wann was sinnvoll ist
Faustregel aus unseren Projekten in Münster und der Region:
Wir setzen bei Systra Studios bewusst auf individuell entwickelte Lösungen, weil sie für Mittelständler im Drei-Jahres-Blick fast immer günstiger und schneller sind. Für Use Cases, die besser zu WordPress passen, sagen wir das offen im Erstgespräch.
Mehr zu Preisen findest du im Artikel „Was kostet eine Website in Münster?“. Wenn du unsicher bist, was bei dir passt, sprich uns an. Wir empfehlen das, was Sinn ergibt, nicht das, was am meisten verdient.
- Reine Visitenkarte, kein Wachstum geplant → Baukasten
- Blog im Vordergrund, monatlich neue Inhalte → WordPress
- Designgetriebene Marketing-Site, Team will selbst pflegen → Webflow
- Unternehmensseite mit klarem Conversion-Fokus, langfristige Pflege → individuell entwickelt
Systra Studios
Gasselstiege 30L, 48159 Münster
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