Zum Inhalt springen

KI-Suche verstehen

Wird dein Betrieb in ChatGPT und Googles KI-Suche gefunden?

Was wirklich zählt, damit eine KI deinen Betrieb kennt und empfiehlt, und was du dir sparen kannst.

ChatGPTGoogle KI-ModusBing
6 Min. Lesezeit06. November 2026
Eine Frau im hellen Mantel sitzt auf einer riesigen weißen Tastatur auf einer Wiese, dahinter ein Himmel in Pastelltönen

Immer mehr Kunden stellen ihre Frage einer KI und bekommen eine fertige Antwort mit ein paar Empfehlungen, statt einer Liste mit zehn Links.

Früher hat man "Steuerberater für Gastronomie" gegoogelt und sich durch Seiten geklickt. Heute tippen viele dieselbe Frage in ChatGPT oder sehen bei Google oben eine KI-Zusammenfassung. Google hat seinen KI-Modus am 8. Oktober 2025 schrittweise auch in Deutschland gestartet, berichtet WinFuture.

Für dich heißt das: Es reicht nicht mehr, irgendwo auf Seite eins zu stehen. Die KI muss deine Seite kennen, verstehen und für vertrauenswürdig halten. Die gute Nachricht: Dafür brauchst du keine Geheimtricks.

Brauche ich eine spezielle KI-Optimierung für meine Website?

Für Google nein. Google schreibt selbst, dass es für die KI-Übersichten und den KI-Modus keine zusätzlichen Anforderungen und keine speziellen Optimierungen gibt.

Das steht in der Dokumentation von Google Search Central, Stand 10. Dezember 2025. Deine Seite muss im Google-Index sein und mit einem Textausschnitt angezeigt werden dürfen. Mehr nicht. Google sagt dort auch ausdrücklich: Du brauchst keine neuen KI-Textdateien und keine besonderen strukturierten Daten.

Wenn dir also jemand ein teures Paket für "KI-SEO" mit speziellen Dateien verkaufen will, frag nach, was genau das bei Google bringen soll. Laut Google selbst: nichts Zusätzliches.

Woher nimmt ChatGPT seine Empfehlungen?

ChatGPT durchsucht bei aktuellen Fragen das Netz und greift dafür auf Suchmaschinen zurück, vor allem auf Bing.

Ein Technikchef von OpenAI hat bestätigt, dass Bing dabei ein wichtiger Dienst ist, wie Search Engine Roundtable im November 2024 berichtete. Tests aus dem Sommer 2025 deuten darauf hin, dass ChatGPT inzwischen auch Ergebnisse aus dem Google-Index nutzt, schreibt Practical Ecommerce. Ganz offen legt OpenAI das nicht.

Für dich ist die Folge einfach: Sei bei Google und bei Bing gelistet. Viele Betriebe kümmern sich nur um Google und sind bei Bing unsichtbar. Dann fehlen sie auch in einem Teil der ChatGPT-Antworten.

Wie komme ich bei Bing in den Index?

Am schnellsten über die kostenlosen Bing Webmaster Tools, indem du deine Seite direkt aus der Google Search Console übernimmst.

Bing bietet dafür einen Import an: Deine Seite wird automatisch bestätigt und deine Sitemaps werden mit übernommen, so beschreibt es Bing selbst. Eine Sitemap ist eine Liste aller Unterseiten deiner Website, die Suchmaschinen beim Finden hilft.

  • 1. In der Google Search Console prüfen, ob deine wichtigsten Seiten im Index sind.
  • 2. Bei den Bing Webmaster Tools anmelden und "Aus der Google Search Console importieren" wählen.
  • 3. Nach ein paar Tagen in beiden Tools nachsehen, ob die Seiten gefunden wurden.

Das dauert eine halbe Stunde und kostet nichts. Hat deine Agentur das schon erledigt, frag einfach nach einem Screenshot.

Kann ich ChatGPT aus Versehen aussperren?

Ja, über eine einzige Zeile in der Datei robots.txt, die vielen Website-Betreibern gar nicht bewusst ist.

Die robots.txt ist eine kleine Textdatei auf deiner Website. Sie sagt Suchprogrammen, was sie lesen dürfen. OpenAI nutzt zwei verschiedene Programme: GPTBot sammelt Inhalte zum Trainieren der KI, OAI-SearchBot sucht für die Antworten in ChatGPT. Wer OAI-SearchBot sperrt, taucht in den Suchantworten von ChatGPT nicht auf, schreibt OpenAI in seiner Dokumentation.

Beides lässt sich getrennt einstellen. Du kannst also das Training ablehnen und trotzdem in den Antworten erscheinen. Manche Sicherheits-Plugins oder Hoster sperren KI-Programme pauschal. Ein Blick in die Datei unter deinedomain.de/robots.txt lohnt sich.

Welche Inhalte versteht eine KI gut?

Inhalte, die eine Frage klar und direkt beantworten, mit Zahlen, Orten und Namen statt mit Werbesprüchen.

Eine KI baut ihre Antwort aus Sätzen, die sie verstehen und weitergeben kann. "Wir sind Ihr kompetenter Partner" sagt ihr nichts. "Wir reparieren Heizungen von Buderus und Viessmann, Termine meist innerhalb von drei Werktagen" sagt ihr sehr viel.

  • Leistungen konkret benennen: was, für wen, wo, in welchem Zeitraum.
  • Häufige Kundenfragen auf der Seite beantworten, jede mit einer kurzen, klaren Antwort im ersten Satz.
  • Öffnungszeiten, Adresse und Kontakt überall gleich schreiben, auch im Google-Unternehmensprofil.
  • Wichtige Infos als Text auf die Seite schreiben, nicht nur in Bildern oder PDFs.

Wie du dein Google-Profil dafür in Form bringst, steht in unserem Artikel zum Google Unternehmensprofil.

Spielt die Technik meiner Website eine Rolle?

Ja, denn Inhalte, die erst im Browser per JavaScript geladen werden, kommen bei manchen KI-Suchprogrammen nicht an.

Practical Ecommerce rät deshalb, wichtige Inhalte so auszuliefern, dass sie auch ohne JavaScript lesbar sind. Das betrifft viele moderne Seiten. Auch wir bauen in React, einer JavaScript-Technik. Deshalb liefern wir die Seiten zusätzlich vorgerendert aus. Das heißt: Der fertige Text steht schon im Code, bevor ein Browser ihn zusammenbaut.

Ob das bei deiner Seite klappt, kannst du grob selbst prüfen. Rechtsklick auf deine Startseite, "Seitenquelltext anzeigen" und mit Strg+F nach einem Satz aus deinem Text suchen. Findest du ihn dort nicht, sehen ihn manche Suchprogramme wahrscheinlich auch nicht. Mehr zur technischen Seite findest du bei unseren Leistungen für Webdesign.

Wie merke ich, ob die KI mich empfiehlt?

Frag sie selbst, regelmäßig und mit den Worten deiner Kunden.

Ein festes Werkzeug, das zuverlässig zählt, wie oft ChatGPT deinen Betrieb nennt, gibt es für kleine Betriebe noch nicht. Die Antworten ändern sich außerdem von Mal zu Mal. Ein einfacher Test hilft trotzdem:

  • Schreib dir fünf Fragen auf, die Kunden wirklich stellen, zum Beispiel "Wer repariert in meiner Stadt Rollläden am Wochenende?".
  • Stell sie einmal im Monat in ChatGPT, in Googles KI-Modus und in Copilot.
  • Notiere, ob du genannt wirst und welche Quelle die KI angibt.

Taucht immer dieselbe Konkurrenz auf, schau dir deren Seiten an: Meist beantworten sie genau die Frage klarer als du. Und wenn Leute zwar auf deine Seite kommen, aber sich nicht melden, hilft dir unser Artikel Website-Besuche ohne Anfragen.

Wie steht deine Website da?Kostenloser Website-Check in 60 Sekunden
Teilen:

Häufige Fragen

Geschrieben von

AR
Amelie Roesmann·AI, Visuals, Branding
LR
Leonie Roesmann·Webdesign, UX, Strategie

Geschrieben mit KI-Unterstützung, geprüft und verantwortet von uns.

Das könnte dich auch interessieren